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Natur und selbst Reklame inspirieren die Künstlerin Nach 40 Farbschichten leuchtet Mohnblüte von der Leinwand Judith Henkel zeigt bis zum 19. Juli ihre Gemälde im Rathaus Linkenheim-Hochstetten (uns) "Die Gemeinde Linkenheim-Hochstetten unterstützt die Kunst und dises soll im Licht der Öffentlichkeit stehen. Welcher Ort wäre dazu besser geeignet als das Foyer des zentral gelegenen Rathauses?" Mit diesen Worten eröffnete Gemeinderat Rolf Schweiger als Stellvertreter des Bürgermeisters die Ausstellung von Judith Henkel in Linkenheim-Hochstetten. Diego Rocha und Victor Gomero untermalten die Vernissage musikalisch. In seiner Laudatio charakterisierte Heinz Weber, ein Freund der Künstlerin, die Bürgerin der Doppelgemeinde als differenzierte Persönlichkeit. Ein Künstler müse interessant und kreativ sein, das Talent haben, Gedanken zu einem Bild zu formen und Erkenntnisse zu fixieren. Diese Eigenschaften vereinige Judith Henkel, die "Eigenwillige", in sich und so entünden Bilder, die oft unakademisch aber fassbar für den Betrachter sind. Die Künstlerin gehe mit offenen Augen durch die Welt, sammle Eindrücke und lasse sich von Karten, Illustrierten, Reklame und der Natur selbst inspirieren. So komme ein Bild zu Stande, das bei seiner Entstehung eine Art Eigendynamik entwickle und sich sozusagen selbst male, erzählte die Malerin. Oft könne sie selbst das "Warum" und "Wieso" nicht erklären. Auf einer Ansichtskarte aus Mallorca faszinierten sie die Steine am Wegrand. Daraus entwickelte sich der "Steinige Weg". Eine Reklame für Kräutermedizin regte die Mutter zweier Kinder zu dem Bild "Die Möwen" an und etwa 40 Farbschichten waren nötig, bis eine herrliche "Mohnblüte" zur Zufriedenheit von Judith Henkel von der Leinwand leuchtete. "Bei einem Spaziergang am Rhein wachten sich meine Gedanken selbstständig." Daraus wurde "Am Rhein" in Öl. Fenster und Tore haben etwas für sich, so die begabte Malerin. Man schaut hinein, hinaus, man sieht etwas und kann beobachten. Was die Künstlerin alles sieht, ist im Linkenheimer Rathaus noch bis zum 19. Juli zu den üblichen Öffnungszeiten zu bewundern. Die gebürtige Nürnbergerin, die früher im Flugverkehrskontrolldienst tätig war, hat ihr HObby mit Unterstützung der Künstler Wolfgang Kleinow und Montserrat Murillo-Reiling und ihrer Familie zum Beruf gemacht. Doch in ihrem Herzen steht nicht der Profit an erster Stelle. Von einigen WErken wie "Erinnerung an den Sommer" kann sie sich einfach nicht trennen. Sie kann nicht erklären, warum, aber sie liegen ihr besonders am Herzen und sind unverkäuflich. Heidrun Schrempp Foto: Heidrun Schrempp |
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