Wie kommt JM aufs Bild?

Judith HenkelJM – das waren 28 Jahre lang meine Anfangsbuchstaben. Irgendwann zu meiner Schulzeit, als ich keinen Gedanken daran verschwendet hätte, dass ich einmal Malerin werden könnte, ist dieser Schnörkel JM aus einer Spielerei entstanden. Nach der Schule, während meiner Ausbildung und Arbeit im Flugverkehrskontrolldienst, war JM mein Namenszeichen, und natürlich zeichnete ich alles mit JM ab. Daran hat sich auch nichts geändert, als ich geheiratet habe, der Familienname hat gewechselt, aber JM ist geblieben. Seitdem ist JM mir treu geblieben.

Als ich mit dem Malen anfing, wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, ein Bild zu signieren, weder mit JM noch sonst wie. Erst mein Lehrer Otto Leven in Frankfurt bestand darauf, dass die Arbeiten auch signiert würden. Was lag also näher, als auch meine Bilder mit JM zu signieren.

Nächtliche ReiseDann landete ich durch meine Arbeit im Raum Karlsruhe, habe geheiratet und zwei Kinder bekommen. Solange meine Kinder klein waren, hatte ich keine Zeit zum Malen oder Zeichnen, und das JM kam nur im Dienst zum Einsatz. Als die Kinder dann schließlich aus den Windeln waren, wurde das Malen mir immer wichtiger, und ich nahm wieder Unterricht, unter anderem bei Wolfgang Kleinow in Linkenheim-Hochstetten, Montserrat Reiling-Murillo in Karlsruhe und Professor Wolf Wrisch in Rhodt.

Venus von WillendorfIch arbeite seit langem am liebsten mit Ölfarben, aber JM sitzt auch gerne mal auf einer Kreidezeichnung oder einem Linoldruck. Aus meiner Begeisterung fürs Mittelmeer und vor allem für Spanien kann ich kein Geheimnis machen, meine Landschaftsbilder sprechen eine deutliche Sprache. Zur Zeit fasziniert mich die „Venus von Willendorf“ ganz besonders. Diese Figurine stammt aus der Steinzeit und ist im Original nur etwa 15 cm groß. Auf meinen Bildern ist sie oft sehr viel größer, und in meinem Leben ist sie oft noch größer. Heute gilt die Barbie-Puppe als ein Schönheitsideal, an dem wir uns messen sollen. Meine Venus ist jahrtausendelang ein Schönheitsideal gewesen, und für mich ist sie es noch immer.

Es gibt aber auch unendlich viele Kleinigkeiten, über die ich immer wieder stolpere: Ein überwucherter Balkon an einem Betonklotz, das Foto auf einem Buchumschlag, ein sandiger Weg, eine Haustüre, ein Tor … die Liste ist endlos. Ich sehe etwas, das hakt sich fest, und daraus entsteht dann ein Bild, das ich nur noch auf die Leinwand übertragen muss. Darüber können Wochen und Monate vergehen, bis endlich alle das sehen können, was ich gesehen habe, und mein JM die Arbeit abschließt.



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How will JM get onto a picture?

AltrheinJM used to be my initials for 28 years. Some time, during my school time, when I would not have wasted one single thought on being a painter, this curlicue JM was born out of playing around. JM has been a faithful friend ever since. After school, during my training and work in air traffic control, JM was my mark, and of course I would sign everything with JM. When I got married, my last name changed, butJM has remained.

AmaryllisWhen I first began painting, the idea of signing a picture, would never have entered my mind, neither with JM nor with anything else. Only my tutor Otto Leven of Frankfurt insisted we sign all our works. So it was no big step to signing all my pictures with JM too. Then I moved to the Karlsruhe area, got married and became a mother of two children. As long as my children were very young there was no time for sketching or painting, and JM was only applied during working hours. But while my children were growing up and I had more time on my hands, painting became more important again, and I once more took classes, among others with Wolfgang Kleinow in Linkenheim-Hochstetten, Montserrat Reiling-Murillo in Karlsruhe and Professor Wolf Wrisch in Rhodt.

For a long time now I’ve preferred working with oil paints, butJM doesn’t mind sitting on a pastel or a linocut. My bias toward the Mediterranean and especially Spain is no secret, it is very obvious from all my landscapes. Tossa del Mar

Right now I am utterly fascinated by the “Venus of Willendorf”. That little figurine comes from the stone age, and it is not bigger than 15 centimetres. In my paintings it often takes much more space, and so it does in my life. Today Barbie is the ideal of beauty we are supposed to live up to. My Venus has been the ideal of beauty for thousands of years, and for me she still is.

But there are countless little things along the road I come across again and again: an overgrown balcony at a concrete building, the photo on a book cover, a sandy path, a house door, a gate … the list is endless. I see something that stays glued to my mind, and it becomes a picture I only have to transfer onto canvas. It may take weeks or months before everybody will be able to see what I have seen, and JM terminates my work.



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¿Cómo llegaJM al cuadro?

La pomme de MagritteJM eran mis iniciales por 28 años. Una vez, cuando iba al colegio y no hubiera gastado ni un pensamiento en ser artista, nació la rúbricaJM y desde entonces JM ha sido un fiel amigo. Después del colegio, durante mi formación y trabajo como controladora del tráfico aéreo JM también eran mis iniciales profesionales, y desde luego solía firmar todo con JM. Cuando me casé cambió mi apellido, peroJM quedó.

Empezando a pintar nunca hubiera pensado en firmar una pintura, ni con JM ni con otra firma. Era mi professor Otto Leven en Frankfurt quien insistía que firmaran todos nuestras obras. Claro que firmaba con JM. Por mi trabjo mudé a la región de Karlsruhe, me casé y tuve dos hijos.

Cuando mis hijos eran pequeños no tuve tiempo para pintar o dibujar, y solo utilizaba JM en la oficina. Pero cuando los hijos se hizieron más grandes, tenía yo más tiempo libre, y pintar se hizo cada vez más importante. De nuevo tomaba clases, entre otros con Wolfgang Kleinow en Linkenheim-Hochstetten, Montserrat Reiling-Murillo en Karlsruhe y el Professor Wolf Wrisch en Rhodt.

Spanische Impressionen Ya desde hace años las pinturas de óleo son mi material preferido, pero a JM no le importa estar puesto en un dibujo pastel o en un linóleo. Es evidente de mis paisajes mi afición para el mare mediterraneo y especialmente para España.

De momento estoy encantada por la « Venus de Willendorf ». Esa minúscula figurina nos vienede la Edad de Piedra. Sólo mide unos 15 centimetros, pero a menudo ocupa más espacio en mis cuadros, y lo hace también en mi vida. Hoy nos dicen que la Barbie es el modelo de belleza féminina, y que todas debemos cumplir, mientras la Venus ha sido el modela de belleza durante milenios y para mi aún lo es. Venus von Willendorf

Pero además hay inumerables pequeñas cosas que veo cada día: las plantas que se han hecho dueño de un balcón de edificio de betón, la foto en una cubierta de un libro, un anuncio, un camino arenal, la puerta de una casa, un portal ... la lista nunca acaba. Veo cualquier cosa, se agarra en mi pensamiento, se hace un imagen, lo único que tengo a hacer yo es trasladarla al lienzo. Puede que tarda semanas o, a veces, meses, hasta que todos los demás puedan ver lo que he visto yo y JM termine mi trabajo.


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